Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für FinPit

Stand: 31.10.2026

§ 1 Geltungsbereich und Anbieter

(1) Diese AGB gelten für alle Verträge über die Nutzung der Web-App „FinPit – Finanz Cockpit“ (nachfolgend „FinPit“) unter finpit-87180.web.app.

(2) Anbieter ist SHS Next, Inhaber Safa-Huneys Sakal, Frauenlandstr. 8, 97074 Würzburg, Deutschland, E-Mail: support@shsnext.de, Telefon und WhatsApp: 0160 98693673 (nachfolgend „Anbieter“).

(3) Kunden können Verbraucher und Unternehmer sein. Verbraucher ist jede natürliche Person, die den Vertrag überwiegend weder für ihre gewerbliche noch für ihre selbständige berufliche Tätigkeit schließt (§ 13 BGB). Unternehmer ist jede Person, die bei Vertragsschluss in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).

(4) Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt.

§ 2 Leistungsbeschreibung

(1) FinPit ist eine browserbasierte Web-App zur Erfassung und Übersicht von Einnahmen und Ausgaben. Der Kunde kann Einträge mit Betrag, Datum und Beschreibung anlegen und löschen, Dokumente (z. B. Belege) anhängen, Geldposten (z. B. Konto oder Bargeld) verwalten, eine Auswertung mit Diagramm (Anteil von Einnahmen und Ausgaben) für einen wählbaren Zeitraum nutzen (z. B. aktueller oder letzter Monat, Quartal, Halbjahr oder Jahr, gesamter Zeitraum oder eigener Zeitraum), Steuer- und Partneranteile (prozentual oder als Festbetrag) hinterlegen und seine Einträge als CSV- oder PDF-Datei exportieren. FinPit berechnet daraus Brutto- und Nettobeträge.

(2) Der Kunde kann einen Besucher-Link erstellen, über den andere Personen sein Dashboard ohne Anmeldung schreibgeschützt ansehen können (§ 7 Abs. 4).

(3) FinPit ist keine Steuer-, Rechts- oder Finanzberatung und ersetzt nicht die Prüfung durch einen Steuerberater. FinPit führt keine Zahlungen aus und hat keine Verbindung zu Banken oder zum Finanzamt (z. B. ELSTER).

(4) Die Ergebnisse beruhen auf den Eingaben des Kunden. Für Fehler, die auf falschen oder unvollständigen Eingaben beruhen, ist der Anbieter nicht verantwortlich. Die Rechte des Kunden bei Mängeln der Software selbst bleiben unberührt (§ 8).

(5) Maßgeblich ist der Funktionsumfang bei Vertragsschluss. Der Anbieter darf FinPit weiterentwickeln und ändern, soweit der vereinbarte Funktionsumfang erhalten bleibt oder sich für den Kunden verbessert.

§ 3 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung von FinPit auf der Website finpit-landing.web.app ist kein bindendes Angebot. Eine Anfrage über das Kontaktformular, die Zugangsanfrage in der Web-App, per E-Mail, WhatsApp oder Telefon ist unverbindlich.

(2) Auf eine Anfrage erstellt der Anbieter einen Nutzungsvertrag mit dem gewählten Tarif und dem Preis. Der Kunde erhält dazu diese AGB, die Datenschutzhinweise und – bei Verbrauchern – die Widerrufsbelehrung mit dem Muster-Widerrufsformular, bei Unternehmern, die in FinPit personenbezogene Daten Dritter verarbeiten, zusätzlich den Vertrag zur Auftragsverarbeitung (§ 10 Abs. 2).

(3) Der Vertrag kommt auf einem der folgenden Wege zustande:

  • Persönlich: Kunde und Anbieter unterschreiben den Nutzungsvertrag gemeinsam. Der Kunde erhält eine unterschriebene Ausfertigung.
  • Aus der Ferne: Der Anbieter sendet dem Kunden den von ihm unterschriebenen Nutzungsvertrag per Post, E-Mail oder WhatsApp. Der Kunde unterschreibt ihn und sendet ihn per Post oder als Scan bzw. Foto per E-Mail oder WhatsApp zurück. Der Vertrag kommt zustande, sobald der vom Kunden unterschriebene Nutzungsvertrag beim Anbieter eingeht.

(4) Der Anbieter bestätigt den Vertragsschluss innerhalb einer angemessenen Frist, spätestens bei der Freischaltung, auf einem dauerhaften Datenträger (z. B. Papier, E-Mail oder PDF). Die Bestätigung enthält den Vertragsinhalt, diese AGB und gegebenenfalls die Widerrufsbelehrung, soweit der Kunde sie nicht bereits auf einem dauerhaften Datenträger erhalten hat.

(5) Vertragssprache ist Deutsch. Der Anbieter bewahrt den unterschriebenen Nutzungsvertrag auf; der Kunde erhält eine Ausfertigung oder Kopie.

§ 4 Preise und Zahlung

(1) Es gelten die im Nutzungsvertrag vereinbarten Preise. Alle Preise sind Endpreise. Der Anbieter ist Kleinunternehmer im Sinne von § 19 UStG; es wird keine Umsatzsteuer berechnet.

(2) Die Zahlung erfolgt per Banküberweisung im Voraus. Der Anbieter stellt eine Rechnung für den jeweiligen Abrechnungszeitraum; sie ist innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug fällig.

(3) Der Zugang wird nach Zahlungseingang freigeschaltet. Verlangt ein Verbraucher ausdrücklich einen früheren Beginn, gilt § 11 Abs. 2.

(4) Bei Zahlungsverzug kann der Anbieter nach erfolgloser Mahnung in Textform mit einer Frist von mindestens 14 Tagen den Zugang bis zum Zahlungseingang sperren. Die Daten des Kunden bleiben dabei erhalten.

(5) Preisänderungen gelten für bestehende Verträge nur, wenn der Kunde ihnen in Textform zustimmt.

§ 5 Tarife, Laufzeit und Kündigung

(1) Monatstarif: Die Laufzeit beträgt einen Monat ab Freischaltung. Sie verlängert sich jeweils um einen weiteren Monat, wenn der Vertrag nicht bis zum Ende der laufenden Laufzeit gekündigt wird.

(2) Jahrestarif: Die erste Laufzeit beträgt zwölf Monate ab Freischaltung. Eine Kündigung ist bis einen Monat vor Ende der Laufzeit möglich.

  • Unternehmer: Ohne rechtzeitige Kündigung verlängert sich der Vertrag um weitere zwölf Monate.
  • Verbraucher: Ohne rechtzeitige Kündigung läuft der Vertrag nach der ersten Laufzeit auf unbestimmte Zeit weiter und ist jederzeit mit einer Frist von einem Monat kündbar. In diesem Zeitraum wird monatlich der Monatspreis (9,99 €) abgerechnet.

(3) Lifetime-Tarif: Der Kunde zahlt einmalig und erhält Zugang für die gesamte Dauer, in der der Anbieter FinPit betreibt. Der Kunde kann den Tarif jederzeit beenden; Zahlungen werden dann nicht erstattet. Stellt der Anbieter FinPit dauerhaft ein, kündigt er dies mindestens zwölf Monate vorher in Textform an und ermöglicht dem Kunden bis dahin den Export seiner Daten (§ 10 Abs. 3). Erfolgt die Einstellung innerhalb von 24 Monaten nach Zahlung, erstattet der Anbieter den Preis anteilig für die verbleibenden Monate bis zum Ablauf dieser 24 Monate.

(4) Mit Ende der Laufzeit endet der Zugang. Bereits gezahlte Entgelte werden nicht erstattet, soweit diese AGB oder das Gesetz (insbesondere das Widerrufsrecht nach § 11) nichts anderes bestimmen.

(5) Kündigungen sind in Textform möglich, z. B. per E-Mail an support@shsnext.de oder per WhatsApp. Das Recht beider Seiten zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere vor, wenn der Kunde trotz Abmahnung erheblich gegen § 7 verstößt.

§ 6 Zugang und Nutzungsrechte

(1) Eine eigene Registrierung ist nicht möglich. Der Anbieter richtet nach Freischaltung einen Zugang ein und übergibt dem Kunden Benutzername und Startpasswort, z. B. auf einem Übergabeblatt. Der Anbieter speichert das Startpasswort nicht. Der Kunde ändert es nach der ersten Anmeldung in den Einstellungen.

(2) Pro Vertrag erhält der Kunde einen persönlichen Zugang. Der Anbieter räumt ihm für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares Recht ein, FinPit bestimmungsgemäß zu nutzen.

(3) Die Inhalte, die der Kunde eingibt oder hochlädt, bleiben seine eigenen. Der Anbieter nutzt sie nur, um FinPit für den Kunden bereitzustellen.

§ 7 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und informiert den Anbieter unverzüglich bei Verdacht auf Missbrauch.

(2) Der Kunde lädt keine rechtswidrigen Inhalte und keine Dateien mit Schadsoftware hoch und greift nicht auf Daten anderer Nutzer zu.

(3) FinPit ist kein GoBD-konformes oder revisionssicheres Archiv. Der Kunde erfüllt seine steuer- und handelsrechtlichen Aufbewahrungspflichten außerhalb von FinPit und sichert wichtige Daten und Belege regelmäßig selbst, z. B. über die Exportfunktion.

(4) Erstellt der Kunde einen Besucher-Link, kann jede Person, die den Link kennt, seine Einträge, Geldposten, Partner, Einstellungen und angehängten Belege ohne Anmeldung ansehen. Der Kunde entscheidet selbst, wem er den Link gibt, und achtet dabei auf die Rechte Dritter. Er kann den Link jederzeit in den Einstellungen deaktivieren.

§ 8 Verfügbarkeit, Updates und Mängel

(1) Der Anbieter stellt FinPit im Rahmen des technisch Zumutbaren bereit. Kurzzeitige Unterbrechungen für Wartung, Sicherheitsupdates oder wegen Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters (z. B. beim Hosting-Anbieter) sind möglich. Geplante Wartungen kündigt der Anbieter nach Möglichkeit vorher an.

(2) Der Anbieter stellt während der Laufzeit die Aktualisierungen bereit, die für den vertragsgemäßen Zustand von FinPit erforderlich sind, einschließlich Sicherheitsupdates.

(3) Bei Mängeln gelten die gesetzlichen Vorschriften. Der Kunde meldet Mängel möglichst genau in Textform an support@shsnext.de.

§ 9 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht haftet der Anbieter nur für den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

(3) Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

(4) Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur in dem Umfang, der auch bei regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden (§ 7 Abs. 3) entstanden wäre. Abs. 1 bleibt unberührt.

(5) Die Haftungsregeln gelten auch für Mitarbeiter und Beauftragte des Anbieters.

§ 10 Datenschutz, Auftragsverarbeitung und Datenexport

(1) Für die Nutzung der Web-App gelten die Datenschutzhinweise unter finpit-87180.web.app/datenschutz, die der Kunde auch mit dem Nutzungsvertrag erhält. Für die Website und Anfragen dort gilt die Datenschutzerklärung unter finpit-landing.web.app/datenschutz. FinPit ist werbefrei und enthält kein Tracking.

(2) Lädt ein Unternehmer personenbezogene Daten Dritter hoch (z. B. Belege mit Namen von Kunden), verarbeitet der Anbieter diese als Auftragsverarbeiter. Die Parteien schließen dafür einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO.

(3) Der Kunde kann seine Einträge jederzeit selbst als CSV- oder PDF-Datei exportieren. Bis zum Vertragsende stellt der Anbieter ihm auf Verlangen zusätzlich die hochgeladenen Dokumente bereit. Spätestens 30 Tage nach Vertragsende löscht der Anbieter den Zugang und alle Daten des Kunden in FinPit, soweit keine gesetzliche Pflicht zur Aufbewahrung besteht. In der wöchentlichen Datensicherung der Datenbank sind die Daten danach noch höchstens sieben Tage enthalten, bis die Sicherung durch die nächste ersetzt wird.

§ 11 Widerrufsrecht für Verbraucher

(1) Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht zu, insbesondere wenn der Vertrag außerhalb der Geschäftsräume des Anbieters oder ausschließlich über Post, E-Mail oder WhatsApp geschlossen wird. Einzelheiten ergeben sich aus der Widerrufsbelehrung, die der Kunde mit dem Nutzungsvertrag erhält und die unter finpit-landing.web.app/widerruf abrufbar ist.

(2) Wünscht der Verbraucher, dass der Zugang bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist freigeschaltet wird, muss er dies ausdrücklich im Nutzungsvertrag oder in Textform verlangen. Widerruft er danach, zahlt er für den Zeitraum bis zum Widerruf einen anteiligen Betrag.

§ 12 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit nicht zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates entgegenstehen, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand Würzburg.

(3) Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

(4) Ist eine Bestimmung dieser AGB unwirksam, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

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